Den Winter wegschmettern

„Fit werden“ klingt häufig nach Disziplin, nach kraftraubenden Ausdauersportarten wie Joggen und Schwimmen, die wir bisher in unserer Serie „Fit in den Frühling“ vorgestellt haben. Obwohl ich beide Sportarten zu schätzen weiß, bedeuten sie für mich immer auch eines: Überwindung. Der Spaß kommt da frühestens an zweiter Stelle. Viel leichter motivieren konnte ich mich schon immer für Ballsportarten. Der wohl leichteste Ball in der Sportwelt ist der Tischtennisball (Gewicht: 2,7 Gramm).

Tischtennis dürfte so gut wie jeder von uns schon mal gespielt haben. Obwohl es im Profi-Bereich, zumindest in Deutschland, eher zu den Randsportarten zählt, ist es als Freizeitbeschäftigung und als Vereinssport sehr beliebt. Immerhin hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) nach eigenen Angaben rund 590.000 aktive Mitglieder in mehr als 9.000 Vereinen.

Fabian

Foto: BSM

In einem dieser Vereine war ich zwar bisher nie Mitglied, aber als ich zum ersten Mal an der Tischtennisplatte stand, konnte ich noch nicht einmal richtig über sie hinwegschauen. Meine Cousine und mein Cousin spielten damals im Verein und drückten mir zu Hause einfach den Schläger in die Hand.

Vielleicht ist gerade das das Schöne am Tischtennis als Freizeitsport: Man kann sofort loslegen, besonderes Talent oder spezielle Fähigkeiten sind erst einmal nicht zwingend notwendig. Zum „Ping Pong“, wie das Freizeitspiel nicht nur umgangssprachlich genannt wird, sondern zwischenzeitlich auch im Titel offizieller Verbände hieß, reicht es bei den meisten Menschen allemal. Ob zu zweit, zu viert oder in einer großen Gruppe beim „Rundlauf“, der häufig auch „Chinesisch“ genannt wird.

Apropos China: Die Chinesen gelten als Nonplusultra im Profi-Tischtennis. Hier geht es allerdings weitaus rasanter zu als beim Rundlauf. Bei den Profis erreichen die 2,7 Gramm leichten Bälle Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde, die Reaktionszeit beträgt nur Bruchteile einer Sekunde. Wer schon einmal ein solches Match gesehen hat, der weiß, warum Tischtennis die schnellste Rückschlagsportart der Welt ist.

Aber wie gesagt: Es muss ja nicht gleich die Weltspitze sein. Fürs Erste reichen auch die Braunschweiger Tischtennisplatten, die an vielen Orten frei zugänglich sind und zum Spielen einladen. Wen der Ehrgeiz packt, der ist in einem der vielen Vereinen gut aufgehoben. In Braunschweig haben 36 Sportvereine eine eigene Tischtennis-Sparte. Wie sehr man dabei ins Schwitzen kommen kann, beschreibt der DTTB auf seiner Homepage: „Die Spieler müssen hohes Reaktions- und Antizipationsvermögen mit Ausdauer, Schnellkraft und Körperbeherrschung verbinden. Sie müssen so schnell sein wie Sprinter und strategisch denken wie Schachspieler. Tischtennis-Cracks der Spitzenklasse sind perfekte Athleten.“

Klar, das klingt jetzt nicht unbedingt nach einem lockeren Spielchen im Park, aber auch hier wird je nach Niveau und Intensität auf spielerische Weise der ganze Körper beansprucht. Das ist ein weiterer schöner Aspekt am Tischtennis: Durch den hohen Spaßfaktor macht es fit für den Frühling, ohne dass man es merkt. Okay, fast ohne. Aber ein bisschen Anstrengung muss eben doch sein …

In Braunschweig gibt es viele öffentliche Tischtennisplatten, die für eine spontane Partie bereitstehen. Hier eine kleine Auswahl:

    • Spielplatz An der Matthäuskirche
    • Spiel- und Jugendplatz Hedwigstraße
    • Spiel- und Jugdneplatz Ekbertstraße / Kramerstraße
    • Spielplatz Muldeweg/Grünzug – Weststadt
    • Spielplatz Tauberweg / Rheinring – Weststadt
    • Spiel- und Jugendplatz Elsterstraße – Weststadt
    • Spielplatz Bischofsburgweg – Stöckheim
    • Jugendplatz Lammer Busch
    • Spielplatz Ascherlslebenstraße / Magdeburgstraße – Heidberg
    • Spielbereich Am Lehmanger – Grünzug

Und in Sachen Ausrüstung können Sie sich im Tischtennisshop Braunschweig, Güldenstraße 48, beraten lassen. Denn Tischtennisschläger ist nicht gleich Tischtennisschläger.

 

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