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Bon appétit im Monsieur Claude!

Blick in den Innenraum eines Restaurants

Frische Austern, eine umfangreiche Weinkarte und Savoir-vivre: Mit dem Monsieur Claude im Gewölbekeller des Magni Boutique Hotels bringen Oliver Strauß, Lena Falkenroth und Mario Etmanski französische Küche und Urlaubsgefühle in die Braunschweiger Innenstadt. Ich habe mich einmal für Sie umgesehen.

Vom Partykeller zum Wohlfühlrestaurant

„Ich habe schon lange überlegt, wie wir den Raum dauerhaft nutzen können“, erzählt Gastronom Oliver Strauß, der neben dem Monsieur Claude auch das Fuchs Blau und das Magni Boutique Hotel im selben Gebäude sowie zahlreiche andere Restaurants, Bars und Clubs in der Löwenstadt leitet. „Ganz früher war das hier ein Partyraum, dann haben wir ihn lange für Familienfeiern genutzt. Aber ich fand es immer schade, dass er nicht für alle zugänglich ist, das ist so eine schöne Location.“ Gemeinsam mit Lena Falkenroth sei dann die Idee eines Französischen Restaurants entstanden. „Ich liebe Frankreich selbst sehr und mache da oft Urlaub. Insbesondere Paris hat tolle Restaurants mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Das wollte ich gerne nach Braunschweig bringen.“

Ein mann und eine Frau stehen an ein fass gelehnt vor einer offenen Tür
Oliver Strauß und Lena Falkenroth erzählen von dem Konzept hinter Monsieur Claude. Foto: BSM

Kein Wunder, dass sich der Bezug zu Frankreich nicht nur im Essen widerspiegelt, sondern auch in der Weinkarte, der Einrichtung und sogar der leisen Hintergrundmusik, die auch unser Gespräch untermalt. „Wir wollten das Restaurant so authentisch wie möglich gestalten. Die Gäste sollen sich fühlen, als wären sie tatsächlich in Frankreich.“ Wer tausende von Eifeltürmen und weitere Klischees für Tourist:innen erwartet, wird hier also nicht fündig werden. Stattdessen zieren filigrane Kreidezeichnungen die Wände des Gewölbekellers und im ganzen Raum entdecke ich die unterschiedlichsten Weinflaschen.

Große Teile der Einrichtung sind in rot und weiß gehalten, auf das dazugehörige Blau hat das Team von Monsieur Claude allerdings verzichtet. Stattdessen erstrahlt alles in einem warmen Licht, so dass ich mich gleich wohlfühle. Und das aller beste: Da die Tische des Fuchs Blau vorrangig auf dem Magnikirchplatz stehen, kann das Monsieur Claude zusätzlich zu den 30 Plätzen im Innenraum auch Tische im Innenhof des Hotels anbieten. Sicher ein schöner Ort, um im Schein der Lichterketten an einem warmen Sommerabend das eine oder andere Glas Wein oder eine Leckerei von der Speisekarte zu genießen. Tatsächlich fühlt man sich schon bei einem Blick auf die Karte beinahe wie in Frankreich und bekommt direkt Lust auf einen Urlaub. Wie wäre es beispielsweise mit einer Reise nach Nîmes? Immerhin ist der Ort in Südfrankreich eine von Braunschweigs Partnerstädten.

Blick in einen Innenhof mit Tischen und Stühlen. Vorne steht ein Schild mit der Aufschrift "Monsieur Claude"
Auch im Innenhof lässt es sich gemütlich sitzen. Foto: BSM

Mögen Sie Austern?

Das Angebot des Monsieur Claude ist klein aber fein: Aktuell habe ich die Wahl aus sieben Vorspeisen, vier Hauptgerichten und fünf Nachspeisen. Oliver Strauß erklärt: „Wir wollten die Karte möglichst unkompliziert halten. Trotzdem sollten viele Menschen bei uns fündig werden.“ So könnte ich mir beispielsweise mit der Quiche Provençiale, dem Ratatouille und der Käseplatte ein gänzlich vegetarisches Menü zusammenstellen. Fleisch und Fisch machen zwar den Hauptanteil der Karte aus, die Vorräte sind jedoch vorerst begrenzt. Insbesondere Austernliebhaber:innen bittet das Restaurant darum, ihren Essenswunsch bereits bei der Reservierung mit anzugeben. Immerhin bestellt das Monsieur Claude die Muscheln wöchentlich fangfrisch aus Frankreich. So könne es schon einmal vorkommen, dass am Samstagabend keine Austern mehr vorrätig wären.

Ein Teller mit Käse vor dem Hintergrund eines Restaurant-Innenraums
Die Käseplatte ist nur eine der vegetarischen Alternativen im Monsieur Claude. Foto: BSM

Austern, Perlhuhnbrust und knapp 80 Weinposten auf der Karte – also ein zukünftiges Sternerestaurant? Überhaupt nicht, wie mir Oliver Strauß und Lena Falkenroth versichern. „In Frankreich ist eine Karte wie unsere das normalste von der Welt“, meint Falkenroth. „Als ‚Bistro‘ sind wir eben kein Imbiss, aber trotzdem locker und modern. In der Gastronomie nennen wir das gerne ‚casual dining‘.“ „Casual“ ist auch die Planung im Monsieur Claude: Die Gäste sollen sich wohlfühlen und so lange bleiben können, wie sie möchten. „Niemand soll den Tisch nach zwei Stunden wieder abgeben müssen“, meint Oliver Strauß. „Das stresst die Gäste und unser Personal gleichermaßen.“

Zwei Teller mit Essen - vorne Fillet und hinten Quiche
Die Quiche Provençiale und der Salat Niçoise stehen schon bereit. Foto: BSM

Joie de vivre von Donnerstag bis Samstag

Bisher läuft es gut und das, obwohl das Restaurant erst am 4. April 2024 eröffnete und lediglich drei Tage die Woche – von Donnerstag bis Samstag – geöffnet hat. „Die Leute freuen sich total über das Angebot“, meint Oliver Strauß und meine eigenen Beobachtungen können das nur bestätigen. Allein an dem Donnerstagabend, an dem ich zum Fotografieren hier bin, ist das Restaurant ausgebucht. Einige Gäste, die spontan vorbeischauen und im Innenraum keinen Tisch ergattern können, sind bereit, trotz der niedrigen Apriltemperaturen nach draußen auszuweichen. Die Stimmung ist gut und insbesondere das Filet de Bœf erfreut sich großer Beliebtheit. Ich selbst habe an diesem Abend nicht die Gelegenheit, mich durch die Karte zu probieren, aber das wird sich in den nächsten Wochen definitiv noch ändern. Bis dahin wünsche ich allen anderen Gästen des Monsieur Claude schon einmal „bon appétit!“

Info

Monsieur Claude
Am Magnitor 1
38100 Braunschweig
Instagram

Öffnungszeiten
Donnerstag bis Samstag ab 17:30 Uhr

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