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10 Fakten über Braunschweig

Sie kennen das sicher auch: Sie sind als Gast auf einer Party eingeladen, kennen aber außer den Gastgebern niemanden sonst. Bevor Sie ohne Gesprächspartner den Abend in einer Ecke zu verbringen, suchen Sie nach einem Small-Talk-Thema, aber über das Wetter zu reden … das langweilt sie selbst. Wie beginnen Sie also am besten ein ungezwungenes Gespräch? Mit diesen zehn Fakten über die Löwenstadt, können Sie bei jedem Small Talk punkten.

1. Braunschweig ist erfinderisch

Wussten Sie, dass der Taktstock von einem echten Braunschweiger erfunden wurde? Louis Spohr benutzte 1820 zum ersten Mal einen Stock, als er als Orchesterleiter seinen Musiker den Takt vorgab. Und auch die Abseitsregel wurde in Braunschweig erfunden: Fußballpionier Konrad Koch beschrieb schon 1875 in seinem Regelwerk für Fußballspiele, wann sich ein Spieler im Abseits befindet. Und auch die OLED-Technologie, ohne die faltbare Smartphones nicht möglich wären, wurde in der Löwenstadt maßgeblich von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität entwickelt.

2. Manchmal ist Braunschweig rekordverdächtig klein

Das kleinste Antiquariat Deutschlands – das Spitzwegeck neben der Burg Dankwarderode – ist nur acht Quadratmeter groß. Die kürzeste Straße Braunschweigs ist gleichzeitig die kürzeste Straße Europas: Mit einer Länge von zehn Metern ist der Amestieg am Kohlmarkt rekordverdächtig klein.

Inhaber Jürgen Fuhrmann bestückt die Regale des kleinsten Antiquariats Braunschweigs mit wertvollen Büchern. Foto: BSM

Inhaber Jürgen Fuhrmann bestückt die Regale des kleinsten Antiquariats Braunschweigs mit wertvollen Büchern.
Foto: BSM

3. Der Löwe auf dem Burgplatz ist eine Kopie

Er ist das Wahrzeichen der Löwenstadt und thront seit dem 12. Jahrhundert auf dem Burgplatz – fast. Denn der Löwe, den Sie heute auf dem Burgplatz bewundern können, ist eine Kopie der originalen Plastik. Der echte Braunschweiger Löwe steht seit 1980 sicher und geschützt in der Burg Dankwarderode.

Ob im Wappen oder als Statue: Der Braunschweiger Löwe ist fest mit der Stadt verbunden. Foto: BSM

Ob im Wappen oder als Statue: Der Braunschweiger Löwe ist fest mit der Stadt verbunden. Foto: BSM

4. Casanova verliebte sich in Braunschweig

Casanova lebte 1764 einige Zeit in Braunschweig und befand: „Dieser Ort hat viele Reize für mich.“ Ob damit die Stadt selbst oder die schönen Töchter der Stadt gemeint waren, ließ er offen …

5. Weltweit gibt es Braunschweiger Spezialitäten

Der Exportschlager schlechthin aus Braunschweig war die Mumme. Weil die Mumme nicht faulte und vor Skorbut schützte, wurde sie im Mittelalter von Seefahrern bis nach Indien und in die Karibik verschifft. Auch der Braunschweiger Spargel kam um die Welt: Als Mitte des 19. Jahrhunderts Lebensmittel in Dosen konserviert werden konnten, begann der Spargelanbau in Braunschweig in größerem Umfang. Konserviert konnte der Spargel ganzjährig angeboten und über weite Strecken bis nach China, Japan, Melbourne, Sydney, New York und Zentralamerika versendet werden.

Wer gerne experimentiert: Auch mit Mumme lassen sich herrliche Gerichte zubereiten. Foto: kaviarkanone

Wer gerne experimentiert: Auch mit Mumme lassen sich herrliche Gerichte zubereiten. Foto: kaviarkanone

6. Braunschweigs Stadtfarben sind …

… Rot und Weiß. Und nicht wie viele denken Blau und Gelb. Das sind die Farben des Braunschweiger Landes. Weil aber die Eintracht ebenfalls als Vereinsfarben Blau und Gelb trägt, sieht man im Stadtbild vor allem die Landesfarben.

7.  Die Innenstadt ist vollständig von Wasser umgeben

Umgangssprachlich sagen wir manchmal, dass die Innenstadt eine Insel ist. Das ist geographisch nicht ganz korrekt, allerdings ist die Innenstadt vollständig von der Okerumflut umgeben. Ein Relikt aus der Herrschaft Heinrichs des Löwen: Er ließ die Okerumflut als Teil der Befestigungsanlage mit der Stadtmauer um die Stadt legen. Heute führen 22 Brücken über die Oker, um die Innenstadt mit den restlichen Stadtgebieten zu verbinden.

Gegenverkehr auf der Oker: Bei gutem Wetter ist gefühlt ganz Braunschweig auf der Oker unterwegs. Foto: BSM/Daniel Möller

Gegenverkehr auf der Oker: Bei gutem Wetter ist gefühlt ganz Braunschweig auf der Oker unterwegs. Foto: BSM/Daniel Möller

8. Das Herzog Anton Ulrich-Museum war eines der ersten Museen Europas

Der Braunschweiger Herzog Anton Ulrich sammelte zeitlebens Kunstwerke und Naturalien aus aller Welt. Sein Großneffe Herzog Carl I. gründete 1754 ein Museum und machte es für die Öffentlichkeit zugänglich. Das war neu auf dem europäischen Festland, nur ein Jahr früher öffnete das Britische Museum in London seine Säle für die Bewohnerinnen und Bewohner. Das heutige Museum ist ein Bau von 1887, das zwar renoviert und im Innern völlig neu strukturiert wurde, die Fassade allerdings – gestaltet nach Vorbild der italienischen Renaissance – unverändert geblieben ist.

Ein Einblick in die Gemäldegalerie des Herzog Anton Ulrich-Museums. Foto: BSM

Ein Einblick in die Gemäldegalerie des Herzog Anton Ulrich-Museums. Foto: BSM

9. Goethes Faust wurde in Braunschweig uraufgeführt

Goethes Faust galt lange Zeit als unaufführbar. Ernst August Friedrich Klingemann redigierte und veränderte den Originaltext für die Bühne und brachte das Drama am 19. Januar 1829 zur Uraufführung am Hoftheater in Braunschweig, aus dem das Staatstheater als ältestes Mehrspartenhaus Deutschlands hervorgegangen ist. Die Aufführung dauerte über dreieinhalb Stunden.

10. Braunschweig ist grün

In der Löwenstadt gibt es 19 Parkanlagen, die den Braunschweigerinnen und Braunschweigern zur Naherholung dienen und die Lebensqualität positiv beeinflussen. Der Stadtkern wird vom Okerumflutgraben umgeben, ihn flankieren zahlreiche Grünanlagen und Parks wie Löbbekes Insel, der Löwenwall, der Theater- und der Museumpark oder auch der Bürgerpark. Außerhalb der Umflut dienen der Prinzenpark, der Westpark oder auch Viewegs Garten als beliebter Treffpunkt im Sommer. Wussten Sie, dass das Grillen in den Parkanlagen erlaubt ist? Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihren Grillplatz sauber und ohne Müll verlassen.

Im Frühling schlagen die ersten Bäume im Bürgerpark aus. Viel Platz, um die Seele baumeln zu lassen. Foto: BSM/Gerald Grote

Entspannung pur: Im Bürgerpark die Seele baumeln lassen und das Grün genießen. Foto: BSM/Gerald Grote

3 Comments

  • Ali Abdulhadi

    Antworten
    07.08.2019at18:57

    Ich liebe Braun schweig

  • Frank R.H. Fischer

    Antworten
    28.07.2019at12:18

    Zu Punkt 8 ist eine kleine Korrektur erforderlich. Die Jahreszahl sollte geändert werden. „Der Braunschweiger Herzog Anton Ulrich gründete 1754 ein Museum und machte es für die Öffentlichkeit zugänglich.“
    Anton Ulrich ist bereits 1714 in Salzdalum verstorben. Anton Ulrich bewahrte sie seit Ende des 17. Jahrhunderts in seinem Lustschloss Salzdahlum. –
    Sein Großneffe Herzog Carl I.“ war es, der das „Kunst- und Naturaliencabinett“ 1754 in Braunschweig eröffnete, „das erste öffentlich zugängliche Museum des Kontinents – zeitgleich mit dem British Museum in London (1753, eröffnet 1759)“ Frei zitiert aus der Website des Museums. https://www.3landesmuseen.de/Geschichte

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