Wenn die Sparkasse zum Versuchslabor wird

Kennen Sie noch die „Knoff-Hoff-Show“ im ZDF? Die erfolgreiche Wissenschaftssendung ging vor 30 Jahren zum ersten Mal auf Sendung. Das Erfolgsgeheimnis des TV-Dauerbrenners: Die verständliche Erklärung komplexer naturwissenschaftlicher Zusammenhänge und natürlich spannende Experimente.

Mitmachen – Zuschauen – Staunen

Die Knoff-Hoff-Show gibt es leider nicht mehr, aber das Thema Naturwissenschaft und Forschung ist in Braunschweig nach wie vor topaktuell. Wer sich in unserer Region für angewandte Wissenschaft und Experimente interessiert, für den gibt es den Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“, der seit diesem Jahr von der Braunschweigischen Stiftung unterstützt wird. Naturwissenschaftlich und technisch interessierte Jugendliche können in zwei Altersklassen selbst mit Projekten teilnehmen. Für Erwachsene und alle anderen ist der Wettbewerb ein Event zum Zuschauen und Staunen: Fast 60 Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik werden unter den Augen einer gut 40-köpfigen Jury vorgestellt, rund 100 Teilnehmer zwischen 7 und 19 Jahren sind dabei.

„Jugend forscht“ begeistert Jung und Alt
Andreas Boelter leitet seit sieben Jahren den Regionalwettbewerb in Braunschweig. Foto: privat

Andreas Boelter leitet seit sieben Jahren den Regionalwettbewerb in Braunschweig. Foto: privat

Andreas Boelter leitet seit sieben Jahren ehrenamtlich den „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Braunschweig. Er prüft die Bewerbungen, klärt offenen Fragen und hält Kontakt zu den jungen Teilnehmern und ihren Betreuern. Vor seiner Zeit als Wettbewerbsleiter war Boelter, der am Braunschweiger Gymnasium Martino-Katharineum Biologie und Chemie unterrichtet, bereits zehn Jahre als Juror aktiv. „Mich faszinieren die Naturwissenschaften und mich hat von jeher interessiert, wie man diese Welt in vielen kleinen Schritten, mit vielen kleinen Phänomenen erklären kann – und genau das machen die Teilnehmer bei Jugend forscht auch“, erklärt der 51-Jährige seine Begeisterung für „Jugend forscht“.

„Kinder und Jugendliche wachsen an diesem Wettbewerb“

Die Preise auf dem Regionalwettbewerb werden in zwei Altersklassen vergeben. Bei „Jugend forscht“ sind Schüler und Auszubildende zwischen 15 und 21 Jahren sowie Studierende im ersten Studienjahr zugelassen. Wer jünger als 15 Jahre ist, kann in der Juniorsparte „Schüler experimentieren“ antreten. Darüber hinaus werden vom Verein Deutscher Ingenieure Braunschweig e.V. VDI und vom ZONTA Club Salzgitter Sonderpreise ausgelobt.

Bei „Jugend forscht“ sind Schüler und Auszubildende zwischen 15 und 21 Jahren sowie Studierende im ersten Studienjahr zugelassen.  Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Bei „Jugend forscht“ sind Schüler und Auszubildende zwischen 15 und 21 Jahren sowie Studierende im ersten Studienjahr zugelassen. Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Für Spannung bei der Präsentation ist gesorgt, denn „Jugend forscht“ prämiert in erster Linie experimentelle Arbeiten. Darum ist die Präsentation vor Ort neben der schriftlichen Ausarbeitung und einigen anderen Kriterien ein ganz zentraler Faktor bei der Preisvergabe. Wie gut ist die Präsentation am Stand? Wie gut können die Bewerber das Projekt darstellen und auf Nachfragen reagieren? „Das kann nur Face to Face direkt am Stand ermittelt werden“, weiß Boelter aus Erfahrung. Und hier wird Boelter auch jedes Mal wieder positiv überrascht: „Sich selbst als junger Mensch einem Projekt zu widmen und selbst zum Experten zu werden ist für die Persönlichkeit ein ungeheurer Schritt nach vorn. Kinder und Jugendliche wachsen an diesem Wettbewerb.“ Ein Wettbewerb, der ohne das Engagement von vielen ehrenamtlichen Helfern, Förderern und Sponsoren gar nicht möglich sei, so Boelter.

Chancen für bundesweiten und internationalen Erfolg
Untersuchungen an Molekülen. Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Untersuchungen an Molekülen. Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Wer von der Jury aus Fachlehrern, Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie ehemaligen „Jugend forscht“-Teilnehmern und -Preisträgern ausgewählt wird, darf sein Projekt im März auf Landesebene vorstellen. Auf dem Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Oldenburg werden die besten Nachwuchswissenschaftler Niedersachsens unter 15 gekrönt. Die Älteren treten beim Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld an. Wer den Landeswettbewerb für sich entscheidet, für den geht es weiter zum Bundeswettbewerb und danach vielleicht sogar auf internationale Wissenschaftswettbewerbe. Dabei haben die Braunschweiger Wettbewerbsbeiträge gute Chancen: „Die Qualität der Arbeiten ist beim Regionalwettbewerb Braunschweig außerordentlich hoch. Unsere Teilnehmer sind regelmäßig sehr erfolgreich in den Landeswettbewerben. Auch in den Bundeswettbewerben waren wir bereits vertreten und einige unserer Teilnehmer haben an Wettbewerben in den USA und Asien teilgenommen, berichtet Boelter stolz.

Informationen

„Jugend forscht“-Regionalwettbewerb
Freitag, 26. Februar 2016
Dankwardstraße 1, Hauptniederlassung der Braunschweigischen Landessparkasse.
Ab 15:30 Uhr geöffnet für die Öffentlichkeit.

Text: Jan Engelken
Artikelbild: Stiftung Jugend forscht e. V.

 

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