Ein gutes Bauchgefühl

Seit Anfang Juli gibt es das bellybuttonfood in der Dompassage neben der Touristinfo, etwas versteckt im lauschigen Innenhof. EAT REAL FOOD und ECO FOOD MAKERS lese ich beim Hineingehen. Echtes, ökologisches Essen also. Mal sehen, was mich hier erwartet.

Das Gesicht hinter der Theke ist kein ganz unbekanntes: Monika Szpiech führte vorher die Salat- und Suppenbar LorVel. Mit dem neuen Standort sind sie und ihre Mitstreiter ihrem Ansatz einer fairen, ökologischen und gesunden Lebensart ein Stück näher gekommen. Insgesamt arbeiten sie zu acht für das bellybuttonfood, helfen im Bistro aus oder kochen die Suppen und stellen die Salate zusammen. Jetzt im Sommer gibt es eine riesige Auswahl an Salaten, jeden Tag stehen drei bis vier Suppen auf der Menükarte.

Das Speisenangebot liest sich wie ein Auszug aus einem angesagten Ernährungsratgeber, alles ist gesunde Vollwerternährung. Das klingt zwar nicht so sexy wie Eco Food, aber im Grunde ist es genau das. Was der Bauer hergibt, wird verarbeitet: saisonal, regional, ökologisch, vegetarisch, fair. Die Speisekarte wechselt daher auch täglich.

Monika Szpiech erzählt, dass alle Lebensmittel, die sie für die Salate und Suppen verwendet, aus der Region stammen. Die zur Zeit 15 Bauern und Produzenten werden fair bezahlt und es ist selbstverständlich, dass alles ökologisch angebaut wird.

„Grundsätzlich geht es um Fairness: Wir wollen fair zur Natur und fair zu anderen Menschen sein“ erklärt Monika Szpiech. „Und das fängt bei der Ernährung an.“ Deshalb achtet sie genau auf die Qualität ihrer Lebensmittel und auf eine schonende Verarbeitung. Aber auch beim Anrichten und im Bistro spielt Öko eine große Rolle. Die Einrichtung steht unter dem Motto Upcycling.

Upcycling bedeutet, dass aus Stoffen, die normalerweise entsorgt werden, etwas Neues geschaffen wird. Die Lampen im Laden zum Beispiel waren mal Gurkengläser, jetzt verschönern sie die Theke und spenden Licht. Die Küche ist aus Europaletten gebaut, die Sitzmöbel von anderen Restaurants übernommen oder aus Baumstämmen selbst gebaut. Auf den Bänken liegen Sitzkissen, deren Bezüge früher einmal Häkeldecken waren. Damit liegt das bellybuttonfood voll im Trend, wie ein Blick in angesagte Wohnmagazine verrät.

Zurück aber zum Essen, deshalb bin ich schließlich hier. Ich probiere den Kassenrenner, das kunterbunte Menü: ein Schälchen Suppe, ein Schälchen mit drei verschiedenen Salaten und ein Getränk. Essen werde ich die Karotten-Ingwer-Suppe, bei den Salaten habe ich nach dem Aussehen entschieden und einen Linsensalat, einen Hirsesalat und einen Salat mit Äpfeln ausgesucht. Und meine Augen trügen mich nicht: Das Menü schmeckt hervorragend, frisch und ist vitaminreich. Als ich alles restlos aufgegessen habe, verabschiede ich mich von Monika Szpiech und verlasse das bellybuttonfood mit einer wohligen Wärme im Bauch und dem guten Gefühl, ein „faires“ Mittagessen genossen zu haben.

Informationen

bellybuttonfood
Kleine Burg 15, 38100 Braunschweig

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 11 – 18 Uhr, Sa: 12 – 19 Uhr.

(Artikelbild: BSM/Daniel Möller)

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