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Bester Becher für unterwegs

Ich trinke am liebsten Filterkaffee. Ganz klassisch und ganz pur aus der guten alten Maschine, tröpfchenweise durchgefiltert. Nun gibt es bei uns im Büro einen Kaffeevollautomaten, der zwar wunderbare Kaffeespezialitäten zaubern kann, einen Filterkaffee allerdings nicht. Für mich ist das ein Dilemma. Es gibt Kaffee, aber nicht den, den ich mag. Wenn Sie jetzt aufstöhnen und denken „Die Frau hat Probleme“, bedenken Sie, dass mein kleines First World Problem ganz schnell zu Ihrem wird, zu dem unserer Kinder und zu dem, gegen das die Fridays-For-Future-Bewegung demonstriert.

Denn hin und wieder gönne ich mir in der Stadt einen Filterkaffee, meistens zum Mitnehmen. Mir ist bewusst, dass Coffee-To-Go-Becher schlecht für die Umwelt sind, aber wie die meisten Menschen, die in der ersten Welt leben, stelle ich oft meine persönlichen Bedürfnisse über die der Allgemeinheit. Und das Problem: Ich bin nicht alleine. Da ist noch meine Kollegin, die im Sommer nicht ohne ihren Eiskaffee leben kann. Da ist der Kollege, der jeden zweiten Tag einen großen Becher Vanilla Cream Cappuccino mit Sojamilch und Karamell-Topping trinkt. Und da sind alle die Innenstadtbesucher, die schnell auf dem Weg von A nach B einen Latte Macchiato trinken wollen, die auf einer öffentlichen Bank in der Sonne einen Tee genießen. So wachsen und wachsen die Müllberge …

Autorin sitzt auf einer Bank vor dem Dom mit Mehrwegbecher in der Hand.
In Ruhe während der Mittagspause einen Kaffee genießen. Nachhaltig wird es mit dem RECUP-Becher. Foto: BSM

Deshalb ist es genau richtig, dass Braunschweig auf Initiative des Rates nun ein Mehrwegbecher-Pfandsystem einführt. Mit dem RECUP-Becher gibt es ab sofort in der Löwenstadt eine nachhaltigere Möglichkeit, unterwegs ein Heißgetränk zu genießen.

Wie funktioniert RECUP?

RECUP ist ein klassisches Mehrwegpfandsystem. Neben dem Becher, den offensichtlichsten Teil des Systems, stecken eine Menge logistische, hygienische und finanzielle Anforderungen an ein Pfandsystem. Für uns als Nutzerinnen ist das System ziemlich einfach: Gegen 1 Euro Pfand „leihen“ wir uns von einem Kaffeepartner einen Becher, den wir bei RECUP-Partnern überall in Deutschland wieder abgeben können. Wenn Sie also in Braunschweig in die Bahn steigen, können Sie Ihren RECUP-Becher in Hannover wieder abgeben. Oder in München.

Grafik Nutzung Pfandbecher: 1. Sich für die Umwelt und den Becher entscheiden. 2. Unterwegs nachhaltiger genießen. 3. Müll vermeiden und Becher zurückgeben.
Grafik: BSM

Während wir einen neuen Kaffee in einem neuen Becher genießen, wird der alte Becher gereinigt. Das geschieht vor Ort dort, wo er abgegeben wurde. Da aber nicht alle Becher bei dem Partner abgegeben werden, bei dem sie geliehen wurden, müssen die Becher immer wieder neu verteilt werden: Verschiedene Mengen verschiedener Bechergrößen müssen bestimmten Partner gebracht und überflüssige Becher von anderen abgeholt werden. Da RECUP ein deutschlandweites System mit schon jetzt über 2.000 Partnern ist, ist das keine einfache Aufgabe.

Die Vorteile von RECUP

Aber die Vorteile des Mehrwegbecher-Pfandsystems liegen auf der Hand: Müllvermeidung und Bequemlichkeit. Ein RECUP-Becher kann bei sachgerechter Benutzung 500 Einwegbecher ersetzen! Gleichzeitig müssen weder Sie noch ich auf den Komfort des Unterwegskaffeetrinken verzichten.

Wenn ich also das nächste Mal Lust auf einen Filterkaffee habe, helfe ich gleichzeitig mit, den Berg an Einwegbechern kleiner werden zu lassen. Ganz ohne Verzicht und bei vollem Genuss. Schließlich ist der Becher lebensmittelecht und aus geschmacksneutralem Material gefertigt.

Wo gibt es die Becher in Braunschweig?

Das Mehrwegbecher-Pfandsystem ist ein wachsendes System, eine Übersicht über die teilnehmenden Partner gibt es auf app.recup.de.

Informationen

Mehr Informationen zur Einführung von RECUP in Braunschweig und wie Sie Partner werden können finden Sie unter www.braunschweig.de/recup.

Skyline von Braunschweig, die auf dem RECUP-Becher zu finden ist.
So sieht das Design der Braunschweig-Edition des RECUP-Bechers aus. Foto: RECUP

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