Warum wir Spargel lieben!

Weiß wie Schnee, kräftig und gerade gewachsen: Der Spargel ist unser Lieblingsgemüse im Frühling. Dabei will er behandelt werden wie eine Diva: Vor Sonnenlicht muss Spargel geschützt werden, er will kühl gelagert und frisch zubereitet werden – sonst macht er schlapp. Warum wir Spargel trotzdem lieben?! Fünf Gründe, die für das weiße Gold sprechen:

1. Ein echter Braunschweiger Jung

Seit dem 17. Jahrhundert wird der Spargel in Norddeutschland angebaut. Rund um Braunschweig entstand eines der größten Spargelanbaugebiete Norddeutschlands und das ist bis heute so geblieben. Der Spargel liebt den sandigen, nährstoffreichen Boden im Braunschweiger Land. Wussten Sie, dass unsere Vorfahren den weißen Spargel „erfanden“? Bevor die Norddeutschen den Spargel anbauten, war dieser nur als grüner oder violetter Spargel bekannt. Erst die Spargelbauern im 17. Jahrhundert kultivierten den weißen Stangenspargel. Mehr zur Geschichte des Spargels in Braunschweig erfahren Sie übrigens auf den Internetseiten der Stadt.

2. Willst du gelten, mach dich selten!

Exklusiver geht es kaum: Spargel wird nur zwischen April und dem Johannistag am 24. Juni geerntet. Zwar helfen einige Spargelbauern dem Spargel mit beheizten Feldern ein wenig beim Wachsen und verlängern so die Spargelsaison um wenige, dafür köstliche Wochen. Übertreiben dürfen sie es dabei allerdings nicht – wird zu viel und zu lange geerntet, fällt die Ausbeute im nächsten Jahr geringer aus.

Im Frühling ist frischer Spargel das Lieblingsgemüse der Marktbesucher. Foto: BSM

Im Frühling ist frischer Spargel das Lieblingsgemüse der Marktbesucher. Foto: BSM

3. Spargel ist gesund

Das weiße Gold ist eine echte Vitaminbombe: Eine Portion Spargel deckt den täglichen Bedarf an Vitamin C und Folsäure, zudem sind die Vitamine E, B1 und B2, Magnesium, Kalium, Kalzium, Natrium und Asparaginsäure, Kaliumsalze und ätherische Öle enthalten. Alles in allem viele Ballaststoffe, die entschlacken, die Verdauung ankurbeln und uns frühlingsfit machen.

4. Spargel schmeckt immer

Egal wie Sie Ihren Spargel zubereiten, er schmeckt immer: Ob klassisch in Salzwasser gekocht und mit Salzkartoffeln und Schinken angerichtet, ob im Ofen gegart, in der Pfanne kurz angebraten oder auf dem Grill zubereitet.

Mein Lieblingsrezept – weil so einfach – ist der lauwarme Spargelsalat, den ich vom Koch des Restaurants im Steigenberger Parkhotel gelernt habe. Man nehme: 8 Stangen Spargel (egal ob weiß oder grün), 1 Handvoll Kirschtomaten, 1 Esslöffel Zucker, 1 guter Schuss Weißwein, 4 – 5 Butterflocken. Estragon-Öl, confierte Tomaten und frischen Salat zur Garnitur.

Den Spargel schälen, die Spitzen lang abschneiden, dann die Stangen in kleine Rauten schneiden. Die Tomaten sechsteln. Eine Pfanne aufstellen und den Zucker einstreuen und warten bis er karamellisiert. Den Spargel hinzufügen, schwenken und nach etwa 30 Sekunden die Tomaten hinzufügen. Sobald die Flüssigkeit aus den Tomaten ausgetreten ist, die Butterflocken hinzufügen. Wenn die Butter die Flüssigkeit gebunden hat, kann der Salat angerichtet werden.

Lauwarmer Spargelsalat mit grünem Spargel und Kirschtomaten. Foto: BSM

Mmmhhh, Spargel. Frisch zubereitet als lauwarmer Salat eine echte Alternative zur klassischen Zubereitungsweise. Foto: BSM

5. Spargel gibt es während der Saison an jeder Straßenecke

Weil in und um Braunschweige so viel Spargel angebaut wird, wird er auch fast überall angeboten: Natürlich im Supermarkt, aber eben auch direkt beim Erzeuger im Hofladen, an einem der vielen Verkaufsstände am Straßenrand, auf den Bauernmärkten in der Löwenstadt. Wo Sie das weiße Gold bekommen, hat meine Kollegin schon einmal für Sie aufgeschrieben.

Und zum Schluss noch ein paar Zahlen: Ganze 27.500 Tonnen Spargel wurden in 2018 in Niedersachsen geerntet, das sind 34 Kilogramm pro Einwohner. Natürlich essen wir Niedersachsen nicht jede Stange Spargel, die hier geerntet wird – aber die immer ausgefuchsteren Anbaumethoden, kreativen Zubereitungsarten und Produkte wie Spargeleis verraten eindeutig, dass wir Norddeutschen Spargel lieben!

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