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Schneiden ist feige!

Es ist Nacht. Ein Blitz schlägt in ein Haus ein. Im Kinderzimmer fällt das Spielzeugregal um und nichts ist, wie es vorher war. Aus kleinen regungslosen Dingen zum kindlichen Zeitvertreib werden menschengroße Lebewesen. Da Barbie allerdings geklaut ist, beschließen Teddybär, Legomann und Spielzeugsoldat, sie in das Geschäft zurückzubringen. Eine abenteuerliche Tour durch Braunschweig beginnt …

Was hier nach Toy Story meets Löwenstadt klingt ist die Geschichte „Die Spielgefährten“ von siebenundfünfzig, einem Gewinner des Publikumspreises von durchgedreht24. Dieses Jahr findet es vom 15. bis 17. Juli statt. Für alle, die das Kurzfilmfestival bisher noch nicht auf dem Schirm haben und für diejenigen, die dem vorfreudigen Bauchkribbeln schon mal Zunder geben wollen, hier fünf Gründe, um in diesem Jahr im Publikum zu sitzen:

Sie sind Cineast!

Der Grund der ersten Stunde, der Muttergrund, um jedes Filmfestival zu besuchen! Sie sind Filmliebhaber durch und durch und nutzen jede freie Minute, um sie im Kino oder mit Arthaus-DVD-Boxen (Director’s Cut natürlich!) zu verbringen. Für Sie ist jeder gesehene Filmschnipsel eine kleine Erinnerung, die sich zwischen täglicher Nachrichtenaufnahme und Gedankengut liebevoll in Ihre Hirnwindungen schmiegt.

Die Regeln!

Die Vorgaben des Filmfestivals sind für die Drehteams herausfordernd und sorgen beim Publikum für Überraschungen. Der Film muss innerhalb von 24 Stunden entstehen, darf maximal fünf Minuten lang sein und nur mithilfe einer Kamera ohne zusätzliche Schnittgeräte entstehen. Zu den Kameras gibt es detaillierte Vorgaben, die Sie hier lesen können. Außerdem werden zu Festivalbeginn zwölf Begriffe aus den Kategorien Orte, Normales und Ausgefallenes zum diesjährigen Oberthema Postapokalypse bekannt gegeben. Aus jeder Kategorie müssen die Teams jeweils einen Begriff wählen und in den Film einbauen. Erinnert mich ein wenig an das Schreiben von Reizwortgeschichten in meinen ersten Schuljahren und den damit verbundenen abstrusen Wendungen. Kurz: Das könnte lustig werden.

Die Jury!

Wo ein Festival, da auch eine Jury. In diesem Fall bekannt aus Film, Funk und Fernsehen. Wer die Wertung von Caro Korneli (u. a. bekannt als Außenreporterin der Harald-Schmidt-Show und aus der Satire-Sendung Extra3), Daniel Schröckert (u. a. MTV, Rocketbeans Entertainment), Dennis Wilms (schreibt u. a. eine Kolumne für die Bild-Zeitung und moderiert Planet Wissen, Polettos Kochschule u. v. m.) und Jelly Gaviria (dreht gerade Los Veganeros 2, die Fortsetzung Deutschlands erfolgreichster Veggie-Dramödie) live miterleben möchte, sollte sich ebenfalls unter das Publikum mischen.

Open-Air!

Das Screening aller Filme ab 9 Uhr und die Gala ab 21 Uhr finden zwar am Sonntag im C1 Cinema statt (5 € Eintritt), davor gibt es allerdings eine gehörige Portion sommerliche Festival-Frischluft. Auf der Wiese vor der Mensa 1 starten die Drehteams am 15. Juli ab 18 Uhr in ihr Kurzfilmabenteuer. 24 Stunden später liefern sie an der gleichen Stelle die Werke ab und feiern die pünktliche Abgabe mit einer Sommerparty. Einen Stimmungsvorschuss gibt die Festivaldoku von 2015:

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Kulturnachwuchs unterstützen!

Alle Akteure rund um das Kurzfilmfestival sprühen nur so vor Leidenschaft. Ihre Augen glänzen bei dem, was sie tun, und das, obwohl keiner von ihnen dafür bezahlt wird. Da es sich bei durchgedreht24 um eine studentische Initiative der Hochschule für Bildende Künste und der Technischen Universität handelt, bekommt der eine oder andere für die Teilnahme im Organisationsteam Leistungen für sein Studium angerechnet. Doch mit Arbeit nur nach Vorschrift würde das Festival lediglich dahindümpeln. Erst die Begeisterung für die Sache lässt die langen Nächte im Vorfeld und die Steine, die während der Vorbereitungen immer in den Weg fallen, spätestens am Eröffnungstag knallig orange verblassen. Unterstützen Sie diese Kämpfer für lokale Kultur!

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Beitragsbild: durchgedreht24

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