Endlich eine tragwerte Tasche

Zeitloses Design und veganes Material – die Kombination der tragwert-Taschen scheint unschlagbar. Und sie ist wahrscheinlich auch der Grund für den großen Erfolg, den das Start-Up estileo GmbH mit seiner Taschenmarke tragwert gerade hat. Zum ersten Mal begegnet sind mir die Taschen aus Braunschweig in der CityZeit, überzeugt hat mich das zeitlose Design und die Tatsache, dass ein Rucksack der ersten Kollektion nach mir benannt wurde: Maria. Nun gut, vielleicht stand nicht ich Pate, aber wir leben ja eh gerade im Zeitalter der Behauptungen.

Die Gründer der etileo GmbH: Matthias Habel, Fabian Obermann und Tobias Fischer.

Von der Garage zum Unternehmer. Matthias Habel, Fabian Obermann und Tobias Fischer haben die Qualität ihrer ersten Taschen noch in einer Garage eines Nachbarn kontrolliert, mittlerweile sind sie so gewachsen, dass die Qualitätskontrolle ein Partner übernimmt. Foto: estileo GmbH

Neugierig, wie drei Männer dazu kommen, ein Unternehmen zu gründen, das zuerst Frauenhandtaschen verkauft – und das auch noch im Ingenieur-lastigen Braunschweig, lade ich die drei Gründer des Start-Ups zu einem Gespräch ein. Tobias Fischer, Matthias Habel und Fabian Obermann folgen gerne der Einladung und erzählen über ihren Werdegang: von den ersten Tagen in der Garage bis zum erfolgreichen Unternehmen. Aber von vorne.

Die drei Braunschweiger haben sich in einem Unternehmen kennengelernt, wo sie in einem Projekt zusammengearbeitet haben. Alle drei waren sich sympathisch und – was noch wichtiger ist, sie konnten vertrauensvoll miteinander arbeiten. Weil sie alle schon einmal zumindest den Gedanken mit sich herumgetragen haben, sich selbständig zu machen, war klar: Sie brauchten einen Plan.

Einer der drei, Tobias Fischer, hatte schon mit 18 Jahren Erfahrungen als Unternehmer gesammelt, damals gründete er sein erstes Unternehmen mit Amazonvertrieb. Dieser Vertriebskanal, so waren sich alle einig, sollte es auch bei ihrer gemeinsamen Geschäftsidee sein. Mit dieser Vorgabe ging es an die Ausarbeitung des Konzepts: Zu dritt analysierten sie den Markt, feilten an einer Vertriebsstrategie und suchten nach einem Produkt, dass sich als junges Unternehmen einfach verkaufen ließ. „Das Konzept ist ganz klassisch auf dem Papier entstanden“, erklärt Tobias Fischer. „Schnell sind wir auf Taschen gekommen, die haben keine verschiedenen Größen und sind deshalb weniger aufwendig im Vertrieb. Und wenn man durch die Stadt geht und schaut, wie viele Damenhandtaschen unterwegs sind und wie viele Männer Handtaschen tragen, dann ist eigentlich klar, was man macht.“

Dieser Rucksack heißt Maria. Das Material der Taschen wird übrigens regelmäßig vom TÜV überprüft und zertifiziert. Foto: estileo GmbH

Dieser Rucksack heißt Maria. Das Material der Taschen wird übrigens regelmäßig vom TÜV überprüft und zertifiziert. Foto: estileo GmbH

Matthias Habel ergänzt: „Wir interessieren uns alle drei für Fashion und Accessoires. Bei unserer Recherche sind wir in ein Geschäft gegangen, das günstige Taschen verkauft. Und haben ganz schnell festgestellt: Das wollen wir nicht! Wir wollen hochwertige Materialien verkaufen, die fast geruchsneutral sind und lange haltbar sind.“ Aber die Taschen sollten auch nicht so teuer sein, wie die der großen Labels, die gerne zweihundert bis dreihundert Euro kosten. Die goldene Mitte war also für das Start-Up der richtige Weg.

Nach und nach wurde das Konzept geschärft, haben sich die drei Gründer in den Damentaschenmarkt eingearbeitet und gelernt, was für Frauen bei Taschen wichtig ist. Mit diesem Wissen designen die drei Männer die Taschen selbst. „Das kommt eigentlich aus der Marktanalyse heraus. Wie schauen danach, was online geht, was der neue Trend ist. Wir sind auf Modemessen unterwegs und informieren uns. Mit unseren Ideen gehen wir dann auf unseren Produzenten zu, mit dem wir gemeinsam die Taschen entwerfen.“ Matthias Habel legt verschiedene Baumwollstoffe auf den Tisch. Auch die Materialauswahl ist den drei Gründern extrem wichtig. Die Baumwolle ist Bio-Baumwolle, das Leder ein veganes Imitat, dass sich kaum vom echten Leder unterscheiden lässt, aber wesentlich robuster ist. Auch die Herstellung des künstlichen Leders, das aus Polyurethan besteht, ist deutlich umweltschonender als herkömmliches Lederimitat. Um Nachfragen vorzubeugen: Die Taschen von tragwert sind Peta-zertifiziert.

Zeitlose Tasche aus nachhaltigem Material.

Zeitlose Taschen aus nachhaltigem Material – das ist das Geheimnis hinter tragwert. Foto: estileo GmbH

Die fertigen Taschen werden dann zur Lebenshilfe in Rautheim geschickt, die die Qualitätskontrolle übernimmt. „Die Qualitätskontrolle bei der Lebenshilfe ist eine sehr große Unterstützung für uns,“ schaltet sich Fabian Obermann ein. „Unsere erste Lieferung haben wir noch selbst kontrolliert – klassisch in einer Garage, wie es zu einem Start-Up gehört – und haben gemerkt, dass wir an unsere Grenzen stoßen.“ Mit der Lebenshilfe haben die Gründer einen verlässlichen Partner gefunden. „Überhaupt kann man in der Rückschau sagen, dass Braunschweig als Standort, um ein Unternehmen zu gründen, eine sehr gute Wahl war. Ein großes Kompliment geht an die Braunschweig Zukunft GmbH, die uns nicht nur gefördert, sondern uns gerade in der Anfangszeit auch umfangreich beraten hat.“ Und Matthias Habel ergänzt: „Überhaupt macht es Spaß, wir haben mittlerweile viele Partner in Braunschweig und im Umkreis gefunden. Es ist total spannend, so viele Leute kennenzulernen, wenn man einfach anfängt, dann geht es voran.“

Die Taschen von tragwert gibt es aktuell auf tragwert.com sowie bei Fifty-Fifty 2nd Hand Fashion im Handelsweg. Auf die Frage, wie es in Zukunft weitergehen wird, möchten die drei noch nichts Konkretes sagen. Es gibt Pläne, das Sortiment zu erweitern, auch um Herrenhandtaschen. Außerdem können sie sich vorstellen, als estileo GmbH weitere Marken zu etablieren. Erst einmal wollen sie aber als Händler auf Amazon wachsen, auch für andere Verkäufer.

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