Spaziergang am Sonntag

Der April, der April, der macht, was er will. Doch wie sagt man so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Auch wenn auf den Wetterbericht im launischen Monat April nicht immer Verlass ist: Kein Grund, die Decke über den Kopf zu ziehen! Wem am Sonntag das Rumhängen in den eigenen vier Wänden zu öde ist, so wie mir, dem sei ein entspannter Spaziergang ans Herz gelegt. Frische Luft schnappen und die Vögel in den Baumkronen zwitschern hören – das klingt doch nach einer guten Alternative zum Fernsehprogramm.

Im Bürgerpark flanieren

Der Bürgerpark ist mein erstes Ziel. Wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt bin ich gefühlt meilenweit weg vom städtischen Trubel. Ich atme tief ein und kann die Frühlingsluft förmlich spüren. Bei der angenehmen Temperatur und den Knospen, die sich langsam entfalten, kommen regelrechte Frühlingsgefühle auf. Die Oker, die den Bürgerpark durchzieht, reflektiert die immer grüner werdenden Bäume. Ich spaziere weiter und komme zum Portikusteich. Kennen Sie schon den Portikus? Er war ursprünglich Teil eines Wachhauses am heutigen John-F.-Kennedy-Platz. Die Widmungs-Inschriften erinnern an die Braunschweiger Wehr- und Stadtbaugeschichte.

Bälle rollen sehen am Löwenwall

Unweit des John-F.-Kennedy-Platzes befindet sich auch schon der nächste grüne Fleck: der Löwenwall. Der ovale Rasenplatz lädt ein zum Verweilen und Spazieren. Auf dem Sandweg in der Mitte des Löwenwalls spielt gerade eine Gruppe Jugendlicher Boule. Während die Bälle rollen, schlendere ich am Rand entlang und beobachte das Schauspiel. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Obelisk, der an die Braunschweiger Herzöge Karl Wilhelm Ferdinand und Friedrich Wilhelm erinnert. Sind Ihnen die vier Bronzelöwen am Sockel aufgefallen? Ich drehe noch eine Runde und gehe am Städtischen Museum Braunschweig vorbei. Schon bin ich im Magniviertel.

Hin und weg: die niedlichen Gassen des Magniviertels

Magniviertel

In den Gassen des Magniviertels lässt es sich entspannt flanieren. Foto: BSM/Gerald Grote

Im Magniviertel flaniere ich durch die niedlichen Gassen mit Fachwerkhäusern und erlebe eine persönliche Premiere: mein erstes Eis des Jahres. Falls das Wetter aber mal nicht so mitspielen sollte, gibt es hier viele Cafés, in die es sich lohnt einzukehren.

Schaufensterbummel in der Innenstadt

Über eine große Schleife gelange ich in die Fußgängerzone. An diesem Sonntag sind die Straßen nicht so gefüllt wie unter der Woche. Hier erkenne ich neue Spaziergangqualitäten: Die Fußgängerzone lässt sich an einem Sonntag ganz entspannt rauf und runter spazieren. Schon in weniger als 24 Stunden werden in den Geschäften wieder zahlreiche Leute ein- und ausgehen. Ich nutze die Gelegenheit, um mir in Ruhe die frischen Frühlingstrends der Händler anzuschauen.

Inselwall und Löbbeckes Insel

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Unweit von der Innenstadt befindet sich der Inselwall und die Löbbeckes Insel. Foto: BSM/Daniel Möller

Nach einem kurzen Fußmarsch geht es für mich weiter zum Inselwall und Löbbeckes Insel. Die Schriftstellerin Ricarda Huch erblickte hier 1864 in einer inzwischen abgerissenen Villa das Licht der Welt. An dieser Stelle erinnern zwei Informationstafeln an die bekannte Braunschweigerin, die wir Ihnen hier schon einmal vorgestellt haben.

Nach knapp drei Stunden bin ich von meinem Spaziergang zurück und kann nur sagen: Sonntage sind bestens dafür geeignet, sich die Beine zu vertreten. Man hat Zeit, eine Weile im Grünen zu verbringen und sich die Natur oder besondere Details genauer anzuschauen. Besonders Wege wie die Fußgängerzone, die man sonst in Eile durchläuft, kann man an einem Sonntag in Ruhe aus einer anderen Perspektive betrachten.

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