Autofahren für die Wissenschaft

Udrive-Logo-Pos-RGB-SmAutos werden immer intelligenter und können in Zukunft sogar autonom fahren. Der Mensch muss dann nicht einmal mehr eingreifen, wenn eine kritische Situation bevorsteht. Das Auto regelt das schon, während ich entspannt E-Mails lese oder einen Film schaue. So oder so ähnlich könnte das Autofahren der Zukunft aussehen. Zwar sind die Fahrzeuge auch heute schon serienmäßig mit allerlei Assistenzsystemen ausgestattet, die den Fahrer in kritischen Situationen unterstützen und das Autofahren sicherer und bequemer machen sollen. Doch noch sitzt der Mensch hinter dem Steuer. Und der ist laut Statistik in 86% aller Fälle Schuld an Unfällen mit Personenschaden. Technik hin oder her.

Auf das natürliche Fahrverhalten kommt es an

Untersuchungen zum Fahrerverhalten liefern wichtige Ansatzpunkte für Assistenzsysteme, die den Fahrer unterstützen und damit Unfälle vermeiden helfen. Deshalb führen die Wissenschaftler an unserem DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik in dem EU Projekt UDRIVE derzeit eine große Studie zum Naturalistic Driving durch. Naturalistic Driving ist eine neue Forschungsmethode, bei der einzelne Autofahrer über einen Zeitraum von 15 Monaten bei ihren täglichen Fahrten in ihrem Verhalten beobachtet werden. Die DLR-Forscher sammeln dabei Daten zum Fahrer, zum Fahrzeug und zum umgebenden Verkehr durch unauffällige Erfassungstechnik und ohne experimentelle Eingriffe. In den PKW der freiwilligen Testfahrer werden Sensoren wie das Ortungssystem GPS, Beschleunigungsmesser und Kameras eingebaut, die die Fahrer auf ihren alltäglichen Wegen mit dem Fahrzeug begleiten. Der Unterschied zu herkömmlichen Fahrerstudien liegt auf der Hand: Bei einer Naturalistic Driving Studie werden die Probanden so wenig wie möglich beeinflusst, damit das natürliche Fahrverhalten beobachtet werden kann.

Den Verkehr von morgen sicherer gestalten
Nur eine kleine Kamera filmt den Autofahrer. Foto: DLR (CC-BY 3.0)

Nur eine kleine Kamera filmt den Autofahrer. Foto: DLR (CC-BY 3.0)

Derzeit sind bereits erste Fahrzeuge mit der notwendigen Technik ausgestattet und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu der europäischen Studie. Doch unsere Forscher sind noch auf der Suche nach weiteren Probanden, die dazu beitragen möchten, dass unser Verkehr in Zukunft sicherer und nachhaltiger gestaltet werden kann. Die verbauten Sensoren geben Informationen zur Fahrzeugbewegung, zum Fahrer und zur unmittelbaren Umgebung, wie beispielsweise Geschwindigkeit, Verzögerung, Augen-, Kopf- oder Handbewegungen oder auch zu Abständen und der Verkehrsdichte. Die erhobenen Daten werden entsprechend den Datenschutzbestimmungen vertraulich behandelt und ausschließlich projektbezogen verwendet. Aus technischen Gründen können nur Fahrer (m/w) der folgenden Fahrzeugmodelle teilnehmen:

  • Renault CLIO III Modelle mit Baujahr zwischen 2005 bis 2012
  • Renault CLIO IV Modelle mit Baujahr nach 2012
  • Renault MEGANE III Modelle mit Baujahr nach 2008

Wenn Sie eines der genannten Fahrzeuge fahren und uns helfen möchten, den Straßenverkehr sicherer zu machen und aus folgenden Städten oder deren Umkreis kommen, dann melden Sie sich!

#Magdeburg
#Braunschweig
#Hannover
#Hildesheim
#Goslar
#Salzgitter
#Helmstedt
#Berlin
#Potsdam
#Schönefeld

Jeder Fahrer erhält für seine Teilnahme an der Studie eine Aufwandsentschädigung. Alle Einbauten lassen sich nach der Studie rückstandsfrei wieder entfernen.
Mehr Information zu UDRIVE und Hinweise zur Anmeldung unter: www.dlr.de/ts/udrive

Artikelfoto: DLR (CC-BY 3.0)

Hinterlassen Sie einen Kommentar

© Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM)