Mit Mathilde durch die Stadt

Es ist schon ein wenig her, als ich an einem sonnigen Nachmittag im März, meinen Vorsatz umsetzte. Jetzt – sechs Wochen später – komme ich endlich dazu, hier über die Audioguideführung zu berichten. Bei den Kollegen in der Touristinfo hatte ich mir den Audioguide ausgeliehen. Mit Kopfhörern auf den Ohren und  dem orangefarbenen Audioguide um den Hals folgte ich dem mittelalterlichen Stadtrundgang:

Ich drücke auf „Play“: „Herzlich Willkommen in Braunschweig“ begrüßt mich die Architekturstudentin Mathilde. Sie und Gunzelin von Wolfenbüttel, der um 1200 am Hofe des Welfenkaisers Otto IV. Truchsess, also Vorsteher der Hofhaltung war, begleiten mich durch die Stadt.

Unser Rundgang beginnt am Burgplatz, wo einige der ältesten Bauwerke Braunschweigs zu bestaunen sind: der Burglöwe, der Dom, das Huneborstelsche Haus und die Burg Dankwarderode. Weiter geht es zu den Stiftsherrenhäusern und von dort zum Kohlmarkt, von wo aus ich zur Alten Knochenhauerstraße gehe. Mit Fotoapparat bewaffnet, den Audioguide um den Hals und Kopfhörern auf den Ohren, fühle ich mich wie ein Tourist – Tourist in der eigenen Stadt.

Über den Eiermarkt, mit einem kurzen Abstecher zur Jakobs-Kemenate, gelange ich zum Altstadtmarkt mit der Martinikirche, dem Marienbrunnen, dem Altstadtrathaus und der Braunschweiger Elle, die damals den Tuchhändlern als Maß diente.

Etwas mehr als die Hälfte meines Rundgangs habe ich nun hinter mir, die nächsten Stationen sind St. Petri, St. Ulrici-Brüdern, die Alte Waage und die unscheinbare Liberei. Nach der Liberei geht es weiter in Richtung Hagenmarkt, wo wir Heinrich, der über dem Brunnen thront, einen Besuch abstatten, bevor es weiter zum Schloss geht.

Der Rundgang führt vom Schloss ins Magniviertel und von dort zur Aegidienkirche, der letzten Station meines Streifzugs durch die Geschichte. Klicken Sie einfach auf das Bild, um zum interaktiven Rundgang mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Stationen zu kommen.

Thinglink

Einmal durch die ganze Stadt hat mich der Audioguide geführt. Ich bin der vorgezeichneten Route im Flyer gefolgt. Wer möchte, kann aber auch an anderen Stellen einsteigen, Stationen überspringen oder einer eigenen Route folgen. Für den Rundgang habe ich fast drei Stunden gebraucht und dabei eine Menge über das mittelalterliche Braunschweig gelernt. Ich empfehle, den Audioguide über den ganzen Tag auszuleihen und die Route etwas abzuändern. Dann können Sie zwischendurch einen Kaffee auf dem Kohlmarkt trinken oder einen kleinen Einkaufsbummel im Magniviertel einlegen.

Die schönen Anekdoten, die Mathilde und Gunzelin mir erzählt haben, werde ich aber bestimmt zum Besten geben, wenn ich das nächste Mal meine Gäste bei einer privaten Stadtführung durch die Stadt begleite.

(Artikelbild: BSM)

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